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Donnerstag, 3. Mai 2012

Einladungskarten in Serie (5)

Das Heißluftembossing gehört zu einer der sehr beliebten Techniken die man derzeit in Deutschland bei selbst gebastelten Karten findet.

Man braucht dafür: festes Papier (zb. Fotokarton), spezielle Stempelfarbe (lang feucht haltend) und Embossing-Pulver

Ein paar Tipps zur Wahl der Stempelfarbe:

Es gibt viele verschiedenfarbige Pigmentfarben-Stempelkissen, diese halten länger feucht und damit bleibt das Pulver beim drüberrieseln gut kleben. Selbst benutze ich ausschließlich ein sogenanntes VersaMark-Stempelkissen. Das ist ein Stempelkissen mit einem klaren, etwas klebrigem Medium getränkt - es eignet sich für alle Pulverfarben.


Ein paar Tipps zur Pulverwahl:
  • Gut lesbar ist weißes Pulver auf dunklem Papier
  • Elegant sind die Pulverfarben Silber und Gold
  • Für einen Glanzeffekt kann man auch Transparent schmelzendes Pulver nutzen
  • Zu bunt sollte es bei der Pulverwahl für Hochzeitspapeterie nicht zugehen, um nicht kitschig zu wirken, außer dieser Effekt ist bewusst gewollt.
  • Opaque/Metallic schmelzende Pulver decken recht gut - Distress-Pulver hat einen blasigen Effekt und ist eher für Muster geeignet.

Werkzeuge:

Pinzette (zum halten vor allem von kleinen Papierteilen)
Embossingfön/Heat-Tool (alternativ nutzen manche: Toaster, Herdplatte)


Wie geht man vor?

  1. Stempel mit Farbe sehr gut benetzen
  2. Stempelabdruck mit gleichmäßigem, mittleren Druck - es ist wichtig nicht hin und herzuwackeln. Es lohnt sich vorab mit anderen Stempeln zu üben
  3. Pulver über die Stempelstelle rieseln lassen
  4. Papier Erhitzen bis das Pulver schmilzt
  5. Abkühlen lassen.
 
Ein paar Tipps um nicht in Problemfallen zu stolpern:
(bitte postet eure Embossing-Probleme in den Kommentaren - egal ob als Frage oder als Tipp)

Manchmal scheint das Pulver nicht vollständig zu schmelzen - Wichtig ist wirklich eine gute Erhitzung des Pulvers - da kann es schonmal einen Satz heisse Finger geben. Dabei helfen Pinzetten mit Gummiüberzug die man gut halten kann.

Bei den ersten Versuchen stolpern viele über ein Problem: tausend kleine Embossingsprenkel sind über das Papier verteilt, nachdem der Schriftzug endlich wunderschön geschmolzen ist. Sie sind nicht mehr wegzubekommen. Was ist passiert?
Offenbar waren einige Stellen so klebrig, dass ein Körnchen des Pulvers hängengeblieben ist. Das kann schon passieren an einer Stelle die man zuvor mit einem vor Aufregung feuchten Finger klebrig gemacht hat. Dazu gibt es verschiedene Lösungsmöglichkeiten die man ausprobieren kann.
  1. mit frisch gewaschenen Fingern an die Embossingarbeit gehen
  2. Papier möglichst freimachen von Gefahrenstellen
    a) abreiben mit einem Papiertaschentuch
    b) abreiben mit einem Trocknertuch aus der Haushaltswarenabteilung
    c) abreiben mit dem Powder-Tool Applicator von EK Success Spezialwerkzeug
  3. nachdem das Puder aufgebracht wurde nochmal kontrollieren und mit Hilfe eines sehr feinen Pinsels oder Fingernagels überschüssiges Pulver entfernen
Häufig wölbt sich beim Erhitzen außerdem das Papier - das ist ein ganz normaler Vorgang - verringert wird er durch ein möglichst gleichmäßiges erhitzen der gesamten Fläche und vor allem von beiden Seiten. Bei kleinen Papierteilen die später noch wo aufgeklebt werden ist es zudem nicht so schlimm - das gibt sich beim kleben.

Manchmal kann man Schriftzüge die mit Pulver embossed wurden nicht besonders gut lesen. Um dies zu verhindern habe ich im Falle unserer Einladungskarten entschieden unseren Text erst zu drucken und dann nachträglich an der gleichen Stelle mit Hilfe eines Stempels und klarem Pulver einen besonderen Effekt zu erzielen. So fällt auch nicht auf, wenn einmal ein Krümel des Pulvers daneben gegangen ist.
Für diese Sonderform der Embossing-Nutzung meine Arbeitsschritte mit Bildern...
  1. Papieroberfläche mit Taschentuch reinigen
  2. Positionierfolie des Stempelpositionierers bestempeln
  3. Stempelpositionierer mit Hilfe der Folie korrekt ansetzen
  4. nochmalige Kontrolle des Position
  5. Stempel sehr gut mit Stempelfarbe benetzen
  6. Stempel an Stempelpositionierer ansetzen und gut andrücken - möglichst ohne zu verwackeln
  7. Embossingpulver darauf geben (ich nutze mit Vorliebe eine verschließbare Plastikbox in der das Pulver dann auch bleiben kann)
  8. so sieht es aus, wenn das überschüssige Pulver abgeschüttelt, abgeklopft und abgeschnippst ist
  9. dieses Pulver habe ich verwendet - Farbe: clear - Finish: clear
  10. Erhitzen mit dem speziellen Embossing-Fön, er ist eines der leiseren Geräte und schön handlich. Ein normaler Haarfön hat nicht die entsprechende Hitzeentwicklung. Alternativmethoden werden im Internet beschrieben mit dem Toast und der Herdplatte
  11. Das gescholzene Pulver zeigt keine pulvrigen Reste und ist klar und durchsichtig.


Haben euch die Bilder und Ausführungen weitergeholfen? Oder sind nun erst Recht noch Fragen aufgekommen? Bitte hinterlasst mir doch den einen oder anderen Kommentar, stellt gerne eure Fragen!

Im letzten Teil werden die Karten noch zusammengebaut und sind dann nach 2 Wochen aufgeteilter Serienarbeit endlich fertig...

Bis bald,
Miss T

Montag, 30. April 2012

Einladungskarten in Serie (3)

Um effektiv in der Serienproduktion zu sein - die natürlich egal wie viel Zeit in Anspruch nimmt - ist es günstig Arbeitsschritte gleicher Art jeweils gemeinsam durchzuführen.

Begonnen habe ich mit dem Zuschneiden und Falzen der Kartenrohlinge, dem Stanzen und Schneiden der Bordüren, dem Zuschneiden und Stanzen aller notwendigen Papierteile.

Große Zuschnitte werden am besten mit entsprechendem Gerät gemacht. Eine Hebelschneide bringt besondere Genauigkeit und einen tollen geraden Schnitt. Rollenschneidemaschienen können ebenso gute Arbeit leisten. Achtung: günstige Modelle mit einem kleinen Messerchen werden schnell stumpf und lassen Papiere unschön ausfranzen.

Kleine Dekoteile stanzt man am besten aus Restpapieren vorangegangener Arbeiten, um Material zu sparen.


Damit nachfolgende Arbeiten flüssig laufen können ist es beim Vorarbeiten wichtig besondere Sorgfalt an den Tag zu legen. Die Bordüren sollten also immer gleich begonnen werden, damit die Serienfertigung problemlos möglich ist. Vor allem ist das notwendig wenn mehrere Bordürenschichten aufeinander abgestimmt "funktionieren" müssen.

Weiter geht es in Teil 4 der Serienproduktion mit dem Inken der Ränder. (Hier entlang)

Einladungskarten in Serie (2)

Für die Erstellung einer eigenen Papeterie ist einiges an Werkzeug und Material nötig. Für die Materialien ist es sinnvoll einen Laden/Onlineshop oder Lieferanten zu finden bei dem man soweit notwendig auch jederzeit Material nachordern kann. Natürlich können es auch verschiedene "Quellen" sein aus denen die Materialien bezogen werden - je weniger, desto übersichtlicher bleibt das ganze jedoch.

Eine sehr hilfreiche Maßnahme - um sich nicht in unkontrollierbare Unkosten zu stürzen - ist die genaue Planung der Papeterie, der Accessiores und Deko die man dafür benötigt und die Auswahl der Farben mit der man in die Serienproduktion gehen möchte.

Da absehbar ist, dass ich einiges an Papier brauchen werde habe ich gleich ganze Packungen an farbigem Fotokarton besorgt. Den meisten in den Basisfarben Braun und Ivory, alle weiteren Farben zu gleichen Teilen. Dazu passend habe ich Stempelfarben in den gleichen Farben besorgt und kleine Fingerhüte mit eingebautem Tupfer die mir bei der Arbeit mit den Farben helfen werden.


Basiswerkzeuge:
- Hebelschneidemaschiene
- Schere
- Cutter-Messer
- Bleistift
- Lineal
- Schneidematte

Spezialwerkzeuge:
- Falzbrett (falzen mit dem Lineal geht ebenso, braucht aber ein genaues Maß nehmen)
- Falzbein
- Bordürenstanzer
- Motivstanzer
- Heißluftfön (Spezialgerät zum Heissembossing - alternativ Fön/Herdplatte)
- Stempelpositionierer
- Stempel / Acrylblock für Acrylstempel
- Farb-Dabber (ähnlich wie Fingerhut mit Schaumstoffspitze)

Verbrauchsmaterial:
- flüssiger Kleber mit feinem Dosieraufsatz
- Foto-Kleberoller permanent
- Schmierpapier (zum schmuddeln und klecksen)
- Spezial-Stempelkissen für Embossing-Arbeiten
- Embossingpulver
- Stempelfarben je nach ausgewählten Farben
- dunkle Filzstifte nach Bedarf
- weißer oder farbige Gelstifte nach Bedarf
- Papiere / Kartenkarton in allen notwendigen Farben in ausreichender Menge
- ggf. Dekomaterial

Ein Tipp zu den Dekorationsgegenständen - weniger ist oft mehr. Schön geknotete Schleifen machen auf Karten ganz schön was her, verlieren auf dem Postweg jedoch gern ihre Form. Viele Ideen wie man die handgemachten Hochzeitskarten dekorieren kann ohne zu viel des Guten zu wollen gibt es überall im Internet auf --> Kartenblogs und in --> Scrapbookingforen.


Viel Spass beim Stöbern bis es in Kürze weitergeht...
(Hier entlang)

Sonntag, 29. April 2012

Einladungskarten in Serie (1)

Natürlich selbstgemacht. Nach diesem Motto habe ich ja schon vor einiger Zeit über die Planung meiner Einladungskarten berichtet.


Ein Prototyp wurde anhand der Vorlage angefertigt und nachdem er für gut befunden wurde ging er in die Serienproduktion. Bei uns heisst das aufgrund der kleinen Hochzeitsgesellschaft zwar "nur" das Erstellen von 25 Karten, dennoch glaube ich, dass wenn man mal "drin" ist auch mehr möglich ist.

Verschiedene Techniken kamen beim Basteln zur Anwendung. Daher möchte ich in mehreren Teilen eine kleine Anleitung mit euch teilen. Besonders auf das "inken" der Ränder und das "Embossing" welches häufig Anwendung in der handgemachten Hochzeits-Papeterie findet möchte ich dabei etwas näher eingehen.

Zum Einstieg heute ein paar Eindrücke des fertigen Prototyps.


So habe ich mir unsere Karten vorgestellt - was mir noch nicht gefällt sind die deutlichen Kratzer durch das Falzen der Karte am oberen Rand. Außerdem hat der weiße Gelstift unten nicht ganz die Arbeit geleistet, die ich erwartet hätte ... da muss ich nochmal einen anderen hernehmen.


Hier sieht man den Farbunterschied und die Dimensionalität den die ein-geinkten Kanten der Wellenkante erhalten. Ein in meinen Augen toller Effekt. Besonders zur Geltung kommt dieser auch bei den Herzchen.


Der Titel wurde auf Kartenkarton gedruckt, zurechtgeschnitten und anschließend mit klarem Embossingpuder mit einem erhabenen Finish versehen. Das hat den unschlagbaren Vorteil, dass die Schrift in jedem Fall perfekt lesbar ist. Die Technik des Embossings kann jedoch auch ohne vorangegangenen Druck angewendet werden und wird derzeit von vielen als kleines Highlight der selbstgemachten Einladungskarte verwendet.


Nachdem ich mich von der Funktionalität überzeugt hatte, konnte es also in Serienproduktion gehen.
Details und Infos finden sich hier in Kürze.
Gerne dürft ihr mir in den Kommentaren Bilder eurer Einladungskarten verlinken und erzählen wie ihr eure Werke gemacht habt und was ihr hilfreich fandet.

Schritt für Schritt geht es nun in den nächsten Beiträgen los mit dem Basteln (hier entlang)

Liebe Grüsse,
Miss T

Montag, 9. April 2012

Termin-Merkerchen

Da steckt man mitten in den Hochzeitsvorbereitungen und irgendwie ist einem sehr bewusst, dass man längst noch nicht alle wichtigen Infos für die Einladungen zusammen hat. Dennoch hat man einen gewissen Zeitdruck, denn wenn man die Gäste nicht frühzeitig über den Termin der Hochzeit informiert, fallen unter Umständen wichtige Gäste aus. Manche müssen vielleicht frühzeitig Termine für ihre Dienstplanung einreichen, andere ihre Urlaubsanträge.

In Amerika gibt es daher seit einiger Zeit der sogenannten Save-the-date-Karten. Auf unterschiedliche Art und Weise - ganz kreativ oder einfach mit einer schönen Postkarte werden die Gäste vorab auf den Termin hingewiesen. Weitere Angaben sind hierbei nicht nötig. Somit kann die Termininfo schon recht frühzeitig in der Planungsphase herausgegeben werden.

Gut ist es zum dem Zeitpunkt an dem die Info rausgeht sicher zu sein, dass die wichtigsten Locations und Dienstleistungen fest abgeklärt zu haben. Auf diese Weise wird vermieden, dass der Termin nochmal komplett umgeschmissen wird.

Schön ist es, wenn bereits die Termin-Merkerchen (wie ich sie auf Deutsch nenne) zur restlichen Hochzeitspapeterie passen.



Für unsere Termin-Merkerchen habe ich beschlossen mit den Basis-Farben unserer Hochzeit zu arbeiten und als weiteres Element unser Symbol einfließen zu lassen. Beide Elemente werden - selbst bei eventuellen Änderungen - beibehalten werden und später in Papeterie und Dekoration immer wieder auftauchen.

Klein und individuell sollte die Karte werden. Herausgekommen ist ein kleiner Fächer im Format 5cm x 15 cm. Basis ist stabiler Fotokarton den ich ins entsprechende Format zurechtgeschnitten habe.

Das Deckblatt ist hier vor Ort bedruckter Fotokarton, Seite 2 wurde mit einem Foto von uns als Paar und unserem &-Zeichen inclusive Datum versehen. Die letzte Seite beeinhaltet einen Minitext der sich sowohl für Einzelpersonen, als auch für Paare und Familien anwenden lässt. "Was lange währt wird endlich gut - wir werden heiraten... Für das gemeinsame am 06.10.2012 laden wir schon jetzt ganz herzlich ein! Eine detaillierte Einladung folgt, sobald alle wichtigen Infos komplett sind." Die englischen Worte "Safe the date" hingegen kommen in meiner Version nirgends vor, denn ich denke nicht, dass mein persönliches Umfeld hiermit etwas anfangen könnte.

Die drei Papiere wurden in der linken oberen Ecke mit einer Niete zusammengefügt und mit einem schmalen Satinband dekoriert.

Bewusst habe ich mich dazu entschieden, dass die Einladung komplett gedruckt wird und nicht mit handschriftlichen Elementen ergänzt wird, weil dies in meinen Augen einfach ganzheitlicher wirkt.

Die Briefumschläge wurden auf der Rückseite mit unserem &-Zeichen bestempelt, dazu habe ich eine creme-farbene Stempelfarbe gewählt. Darauf kam dann noch unsere Absenderadresse.

Alle Grafiken können mit freier Software wie zb. Gimp zusammengestellt werden. Hierzu gibt es zahlreiche freie Tutorials auf Blogs, Internetseiten und You-Tube.
Aus solchen Grafiken können auch individuelle Stempel durch eine Stempelmanufaktur hergestellt werden - das habe ich genutzt für unsere Adressstempel (1x unverheiratet und für danach mit gleichem Nachnamen), unser &-Zeichen einmal mit und ohne Datum, ein weiterer Stempel entspricht der Frontgrafik der Karte.

Doch genug erzählt - hier einige Bildeindrücke:



Viel Spass bei der kreativen Vorbereitung!
Miss T

Mittwoch, 15. Februar 2012

Herzliche Einladung...





Während hinter den Kulissen Telefonate und eMails zu Kontakten passieren um alles zu organisieren, entstehen an der kreativen Front die ersten Ideen.
Die Save-the-date-Karten zeige ich, wenn ich die ersten in Papierform vorliegen habe... bis dahin möchte ich schonmal in die Ideenkiste für die Einladungen blicken lassen.


Verschiedene Dinge sind mir für die Einladungen wichtig:

1. Format des Umschlages soll ein Standard sein, damit kein Extra-Porto fällig wird.
2. Es sollen alle wichtigen Informationen gesammelt hineinpassen - ohne, dass der Brief zu schwer wird.
3. Die Ästhetik soll dabei nicht zu kurz kommen.

Gut. Für das Format war mir sehr schnell klar, dass ich kein übliches Kartenformat haben möchte, sondern ein Din-Lang Format, einfach damit es sich etwas abhebt von Weihnachts- & Geburtstagskarten.

Erst wollte ich aus einem A4-Kartenkartonbogen eine Art Tasche falten, aber ich befürchte, dass damit das Gesamtgewicht zu hoch wird... meine momentane Vorstellung ist, dass es eine "normale" Din-Lang Karte wird und ich einfach einen kleinen Einschub einbaue... das würde außerdem Material sparen. Aber das zeig ich euch, wenn ich nen Prototypen vorliegen hab.

Zuerst muss ich zwei der Entwürfe in die engere Auswahl nehmen...


Bei der Ideensuche stöberte ich, wie momentan ständig, auf Pinterest (hier eine Auswahl der schönsten Einladungen die ich finden konnte) und in diversen Websitenen. Dann wurde ich auf die Website von PaulinesPapier aufmerksam gemacht, wo es wirklich tolle Ideen für dieses Format, welches eher unüblich ist, gibt.

Eine Skizze hatte ich zuvor schon zusammengebracht - zwei weitere entstanden nachdem ich dort ausgiebig gestöbert hatte.

Nun präsentiere ich stolz die ersten Skizzen:


Diese erste Skizze zeigt links nochmal ein zwei-schichtiges Papierviereck, dass ich gegebenenfalls mit 3-D-Klebepads befestigen würde.

Was mir an der zweiten Skizze ganz gut gefällt ist die Anzahl der Herzen (7 Stück, für jedes vollendete Jahr als Paar eines) und der verspielte Wellenrand oben und unten. Wobei ich mir noch nicht sicher bin, ob das ZU verspielt ist.

Durch den schmaleren creme-farbenen Papierstreifen wirkt dieser dritte Entwurf meiner Ansicht nach etwas getragener, ob das gut oder nachteilig ist weiss ich noch nicht. Die Strichellinie würde ich mit Hand aufmalen.


Die unterste, vierte Karte soll - etwas schwierig zu erkennen - links bei den Blättern noch ein Eichenblatt aus Transparentpapier dazwischen haben, darunter ein Stempel mit vielen kleinen Blättern.

Die Schrift wird jeweils gestempelt werden - vielleicht auch mit einer Embossingschicht überzogen. Die einzelnen Farben sind verschiedene Papiere die entsprechend dieser Form geschnitten und gestanzt sind. Am Ende sieht das alles natürlich viel dimensionaler aus, als auf so einem Entwurf. Ich habe durch den Einsatz meiner Farben versucht ein möglichst realistisches Bild zu vermitteln.


Egal welche der Einladungen es am Ende wird ... vielleicht kommt mir ja noch ein brillanterer Einfall... es wird dann die Basis für alle weitere Papeterie sein. Da kommt ja noch einiges auf mich zu.
Gerne dürft ihr natürlich Eure Meinung kundtun - welche findet ihr gut, oder was gefällt euch gar nicht.... bin auf Rückmeldungen gespannt!

Bis bald,
Miss T - im kreativen Planungsfieber...

Dienstag, 14. Februar 2012

Der Rote Faden

Immer wieder kann man in Artikeln und Berichten lesen, dass es sich günstig auf ein gelungenes Gesamtkonzept einer Hochzeit auswirkt, wenn sich ein roter Faden durch die verschiedenen Elemente und Bereiche von Zeremonie und Feier zieht.

Bei der Recherche viel mir auf, dass es sehr verschiedene Themenhochzeiten gibt.
Eine echte Themenhochzeit wie zum Beispiel ein Mittelalterliches Fest, eine Rock'n'Roll-Hochzeit oder im Stil des 18. Jahrhunderts fordern sehr viel Engagement auch von den Gästen. Passende Kleidung muss gefunden werden und auch gekauft werden.

Möchte man die Gäste nicht mit zusätzlichen Kosten hierfür belasten, können Themen gewählt werden, welche sich nicht oder nur wenig auf die Gardarobe auswirken. Eine maritime Hochzeit oder eine frische sommerliche Hochzeit zum Beispiel kann - wenn man ausdrücklich auf sommerliche leichte Kleidung hinweist sogar die Kosten für jeden einzelnen reduzieren.

Ein roter Faden kann auch durch andere Elemente geschaffen werden:

Das Farbkonzept einer Hochzeit kann bereits ab den Einladungskarten den Rahmen für alle Bereiche vorgeben, ohne zu sehr einzuschränken. Eine sehr beliebte Farbkombination ist bereits seit langer Zeit eine Mischung aus Bourdaux und Creme, sehr frisch wirken Creme und ein leuchtendes Grün, ebenso kommen aber auch ganz ungewohnte Farbkombinationen zum Einsatz.
Ideen für Farbkombinationen findet man zb bei den Design Seeds, bei den Color Lovers findet man ebenso viele verschiedene Farbpaletten - diese wurden von Usern erstellt. Bei Big Huge Labs kann man hingegen ein Foto hochladen, welches ein Farbkonzept beinhaltet, welches einem persönlich gefällt und sich dann einzelne Farben auslesen lassen.
Mir persönlich war bei der Wahl meines Farbkonzeptes wichtig, dass ich anschließend möglichst viel günstige Dekoration in der Natur finden kann und passendes Papier um die Papeterie entsprechend der Farben zu gestalten. Deshalb musste ich mich zuerst entscheiden, bei welchem Hersteller ich das Papier beziehen möchte. Hierzu habe ich einen gewählt, bei dem ich mir sicher bin, dass ich auch in einem Jahr noch Nachbestellen kann, um nicht plötzlich kein Material mehr zur Verfügung zu haben. Entsprechend seiner Palette und den zuvor genannten Prioritäten entstand eine Palette aus Herbstfarben, dazu ein Kontrast in Kornblumenblau (Kornblumen wachsen um die Jahreszeit unserer Hochzeit zu Hauf an den Rändern der Felder) und dann noch eine Ergänzung mit einem hellen Cremeton und einem dunklen Braun als Basisfarben. Voilá!

Dass mein Farbkonzept weit mehr als nur 2 Farben umfasst liegt einfach an den vielen Farben, die ich durch die natürlichen Elemente haben werde. Viele Paare entscheiden sich jedoch für ein Konzept aus 2-3 Farben. Da ist es dann deutlich einfacher ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten.

Bei der Wahl eines sehr bunten Farbkonzeptes habe ich einmal den wertvollen Tipp erhalten darauf zu achten, dass die Farben "unterschiedlich schwer" sind. Das bedeutet, dass helle und dunkle Töne gleichermaßen vorhanden sein sollen.



In meinem Fall habe ich meine Farbpalette in einem Grafikprogramm zusammengestellt und dann gemeinsam in Grauwerte umwandeln lassen. Hierbei sieht man, dass die Herbsttöne eine sehr ähnliche Intensität aufweisen. Ein Stück Heller ist das Blau, welches also auch hier nochmal den ersten Kontrast bildet. Abgerundet werden die Kontrastwerte dann durch den sehr hellen und sehr dunklen Basisfarbenton.

So kann auch mit vielen Farben ein harmonisches Bild entstehen.

Eine weitere Möglichkeit einen roten Faden zu schaffen sind "Elemente" die sich immer wieder finden. Dies kann ein Logo sein, welches aus einer schönen Schriftart entworfen wurde. Andere wählen ein Symbol wie zum Beispiel die Taube. Auch eine Blume kann bereits in den Einladungen in Form einer Grafik eingebunden werden und sich dann später wieder in der Dekoration wiederfinden.

Am schönsten ist natürlich, wenn das Symbol auch tatsächlich etwas mit einem selbst als Paar zu tun hat!

Uns persönlich verbindet zwar kein spezielles Symbol, jedoch verbindet uns beide die Liebe zu Büchern. Wir lesen viel, auch wenn es häufig und immer wieder Fachliteratur ist versuchen wir auch Zeit für Bücher zu finden, die uns ein bisschen in eine andere Welt entführen. Da ich selbst gerne mit Papier bastle passen diese Beiden Elemente recht gut zusammen.
Daher ist der momentane Plan aus Papier und den Buchseiten von Trödelmarkt-Literatur viele Dekorationselemente herzustellen. Im Kopf schwirren dabei momentan Herzen, Blumen und Schmetterlinge, jedoch natürlich noch kein genaues Endresultat.

Hier verlinke ich euch noch zu einigen Themenboards, die ich zurzeit aufbaue:
Hochzeit nach Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter - Hochzeit maritim - Farbthema ganz in weiss - Hochzeit rustikal - Hochzeit als Gartenparty - Vintage der neue Trend

Wie immer an dieser Stelle hoffe ich nun sehr zu erfahren, welche Farben ihr gewählt habt, welches Symbol sich durch eure Hochzeit gezogen hat, oder ob ihr sogar eine "echte" Themenhochzeit gewagt habt. Wie habt ihr eure Ideen umgesetzt - was ist besonders gelungen, welche Tipps habt ihr!

Bis bald,
Miss T

Sonntag, 29. Januar 2012

Die Ringe zum Paar bitte

Auch wenn es noch weit hin ist, möchte ich nicht die DIY-Projekte vergessen, die noch anstehen werden.

Heute habe ich die freien Stunden genutzt und im WWW nach einigen Ideen für das Ringkissen und dessen Alternativen gesucht. Egal ob für Standesamt, Kirche oder freie Zeremonie - das Tolle ist, wenn man sich selbst etwas schustert passt es sicherlich am Besten zum roten Faden der Hochzeit.

Außerdem ist es eine augenweidende Perspektive neben Telefonaten rund um Termine und Möglichkeiten die organisiert werden müssen.

Zusammengefasst habe ich die schönsten Funde in einem Pinterest-Board.

Viel Spass beim guggen!
Miss T

Sonntag, 15. Januar 2012

DIY - Weddingplanner

Egal mit welchem Budget man ins Rennen geht, die Planung einer Hochzeit geht in Sphären hinein von welchen man nie auch nur einen Funken geahnt hat. Merken kann man sich all das, was da auf einen einströmt schon bald nicht mehr.

Gut ist es da, wenn man diverse Hilfsmittel zur Hand hat - quasi ein externes Hirn zum Mitnehmen.



Es gibt diverse Übersichten im Internet, in welchen man erfährt in welchem Zeitraum was zu bedenken und zu erledigen ist - da ist es nicht verkehrt einen groben Überblick zu haben. Andererseits sollte man sich wirklich auch nicht verschrecken lassen! Häufig sind die Zeiträume sehr grosszügig gerrechnet und dir Praxisberichte in Foren zeigen aber in jedem Bereich, dass es auch kurzfristig zu findende Lösungen gibt. Denn ganz ehrlich: nicht jeder weiss 18 Monate vor der Hochzeit bereits, dass man sich mit dem Partner bald wegen Essen, Location und Deko auseinandersetzen wird.

Für mich haben sich in den letzten Wochen 5 elementare Dinge als unglaublich nützlich erwiesen:
- Din-A-5 Notizbuch mit leeren weissen Seiten
- Bleistift
- Kohlestift
- Radiergummistift
- kleiner Digi-Fotoapparat

Diese Dinge führe ich fast immer mit mir. Sie passen in jede meiner Handtaschen.

Als planende Braut ist man nicht nur unheimlich hellhörig, sondern plötzlich will auch jeder seine besten Tipps teilen. Oft ist man dabei so überfordert, dass man Wichtiges nicht von Unwichtigem unterscheiden kann - geschweige denn sich alles merken kann.

Auf der ersten Doppelseite befindet sich Platz für ein Diagramm, von wem welche Gäste zu erwarten sind, außerdem ein unterer Bereich für Gäste bei denen man sich noch unsicher ist. Für mich hat sich die Aufteilung Familie-er, Familie-sie, Freunde-er, Freunde-gemeinsam, Freunde-sie als sehr nützlich erwiesen.

Dann folgt eine Doppelseite mit einem Mind-map (früher hab ich sie gehasst, aber da kommt einem so viel, dass es sich jetzt als praktisch erwiesen hat) mit ALLEM was kurz mal im Kopf hochploppt.

Danach folgen viele Seiten, die sehr unkoordiniert verteilt sind. Ein Thema hat meistens eine Doppelseite. Unlogischerweise fange ich auf der rechten Seite an zu schreiben und mache zusätzliche Notizen auf die Linke Seite - frag mich mal einer warum: ich bin bald Braut und damit halt etwas unlogisch.

Im Buch landet alles. Manchmal merkt man, dass ein Anbieter einfach rausfliegen muss - kein Problem. Der Radiergummistift erledigt das ganz einfach - ebenso wie Infos die auf der falschen Seite gelandet sind.

Skizzen haben auch ihren Platz. Internetseiten. Meine Zugangsdaten hab ich so auch immer dabei - noch ein Grund, warum mein Buch gehütet wird wie mein Augapfel ... obwohl das sicherlich nicht besonders empfehlenswert ist ... offiziell.

Internetseiten, Foren, Blogs... Shops,... Kontaktadressen, Telefonnummern, Ansprechpartner gehen auch nicht verloren! Visitenkarten werden einfach mit einer Büroklammer eingefügt. So kann man sie auch wieder aussondern, wenn sie unwichtig geworden sind.

Bei Vertragsgesprächen gibt es eine neue Doppelseite - die wichtigen Inhalte können dann später thematisch einer Seite zugeordnet und übertragen werden und die Notizseite wird ausradiert. So spart man Platz.

Für die "Ablage" und spätere Verträge etc. wird es dann noch einen Ordner geben, der zwar schon bereit liegt, aber bisher noch nicht befüllt ist.

Alle detaillierten Preiskalkulationen mache ich in Excel - aber der Teil ist mir noch nicht ideal genug ... den teile ich sicherlich irgendwann gegen Ende meiner Planungen.

Soweit, so gut...

Wünsche euch einen schönen Tag - egal zu welcher Lesezeit.
Miss T

Mittwoch, 11. Januar 2012

Wünsche - Realität - Kreativität

Gefangen in der Welt der Wünsche, gestrandet in der Realität...

So fühlen sich vielleicht doch manche Bräute, die mit den Kosten konfrontiert werden. Ein Outfit für ein doppeltes Monatsgehalt und vieles mehr lässt einen doch recht zweifeln.

Listen mit Tipps wie diese Kosten reduziert werden können sind so hilfreich, wie sie phantsiereich sind. Natürlich habe ich mit weniger Gästen auch weniger Kosten, jedoch auch weniger geschenkte, finanzielle Unterstützung.

Kreativität ist gefragt. In zweierlei Hinsicht.

Mancher ist kreativ und schafft es viele Kostenpunkte zu reduzieren indem statt in Anspruchnahme von Dienstleistungen Papeterie, Dekoration, Blumenschmuck, Gastgeschenke und anderes selbst gemacht werden. Das kostet Zeit und demensprechende Planung, kann die Kosten jedoch gut reduzieren.

Kreativität ist jedoch auch im Sinne von kreativer Problemlösung gefragt. So etwas sieht höchst unterschiedlich aus.

Zwei Artikel haben mir hierbei die Augen ein grosses Stück geöffnet und einen Prozess ausgelöst in dem ich bereits vieles angefangen habe neu zu bewerten. Die Gedanken dieser Artikel werden auch weiter in meinen Inspirations- und Planungsprozess einfließen, wenn auch das Endresultat vielleicht anders aussieht.

Wedding under $4000 - ist der Bericht einer Braut aus dem US-Staat New York, die einen "der" Tipps missachtet, um zu sparen - nämlich die Zahl der Gäste zu reduzieren. Sie feierte mit sage-und-schreibe 245 Gästen (incl. Kinder) und hatte ganz eigene Spar-Tipps.
Zusammenfassend nennt sie 7 Bereiche, die unter (Kosten-)Kontrolle gehalten werden müssen: der Veranstaltungsort, die Verpflegung, die Deko, die Garderobe, Gastgeschenke, alles Selbstgemachte und alle Anbieter von Dienstleistungen.

2000 Dollar Budget Wedding - ist der Blog eines Paares, welches die Kosten noch deutlicher gesenkt hat. Dieser Blog war auch die Inspiration dafür eine Entscheidung zu treffen meinen eigenen Weg zu gehen und diesen zu teilen. In der Zusammenfassung teilt Sara Cotner ihre ganz eigene Idee die Hochzeit wie eine Art Projekt zu betrachten, wie sie es in ihrem Alltag als Lehrerin ständig tut. Ihre Erfahrung war dabei, dass Unterrichtsstunden die sie plante immer zu Beginn die Frage nach den Zielen stellten. Erst darauf wurden nach und nach die Inhalte der Unterrichtsstunde aufgebaut.

Dieses rückwärts aufrollen der eigenen Hochzeit ist wirklich eine spannende Sache und soll auch unsere Hochzeit prägen. Dabei erfährt man viel über die persönlichen Schwerpunkte und welche Posten dann auch finanziell anders bewertet werden.

Inzwischen denke ich also nicht mehr: "Wie furchtbar - ich habe nur die Hälfte des durchschnittlichen Budgets zur Verfügung" sondern "Grossartig! Ich habe doppelt oder dreimal so viel zur Verfügung wie andere Paare, die sich ihre Traumhochzeit verwirklicht haben. Da lässt sich doch was draus machen!".

Bisher habe ich noch keine ausführlichen Beispiele für günstige Hochzeiten aus dem deutschsprachigen Raum gefunden. Jedoch möchte ich euch ermutigen informative Artikel in den Kommentaren zu verlinken!

Wer englische Artikel genauso hilfreich findet, aber manchmal mit dem Wortschatz stockt, dem empfehle ich mein Lieblings-Online-Dictionary. Es hilft mir regelmäßig dabei die richtigen Suchworte zu finden und macht meine Suche deutlich effektiver, ebenso das Verständnis des Gefundenen!

Bis bald also, Miss T