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Dienstag, 14. Februar 2012

Der Rote Faden

Immer wieder kann man in Artikeln und Berichten lesen, dass es sich günstig auf ein gelungenes Gesamtkonzept einer Hochzeit auswirkt, wenn sich ein roter Faden durch die verschiedenen Elemente und Bereiche von Zeremonie und Feier zieht.

Bei der Recherche viel mir auf, dass es sehr verschiedene Themenhochzeiten gibt.
Eine echte Themenhochzeit wie zum Beispiel ein Mittelalterliches Fest, eine Rock'n'Roll-Hochzeit oder im Stil des 18. Jahrhunderts fordern sehr viel Engagement auch von den Gästen. Passende Kleidung muss gefunden werden und auch gekauft werden.

Möchte man die Gäste nicht mit zusätzlichen Kosten hierfür belasten, können Themen gewählt werden, welche sich nicht oder nur wenig auf die Gardarobe auswirken. Eine maritime Hochzeit oder eine frische sommerliche Hochzeit zum Beispiel kann - wenn man ausdrücklich auf sommerliche leichte Kleidung hinweist sogar die Kosten für jeden einzelnen reduzieren.

Ein roter Faden kann auch durch andere Elemente geschaffen werden:

Das Farbkonzept einer Hochzeit kann bereits ab den Einladungskarten den Rahmen für alle Bereiche vorgeben, ohne zu sehr einzuschränken. Eine sehr beliebte Farbkombination ist bereits seit langer Zeit eine Mischung aus Bourdaux und Creme, sehr frisch wirken Creme und ein leuchtendes Grün, ebenso kommen aber auch ganz ungewohnte Farbkombinationen zum Einsatz.
Ideen für Farbkombinationen findet man zb bei den Design Seeds, bei den Color Lovers findet man ebenso viele verschiedene Farbpaletten - diese wurden von Usern erstellt. Bei Big Huge Labs kann man hingegen ein Foto hochladen, welches ein Farbkonzept beinhaltet, welches einem persönlich gefällt und sich dann einzelne Farben auslesen lassen.
Mir persönlich war bei der Wahl meines Farbkonzeptes wichtig, dass ich anschließend möglichst viel günstige Dekoration in der Natur finden kann und passendes Papier um die Papeterie entsprechend der Farben zu gestalten. Deshalb musste ich mich zuerst entscheiden, bei welchem Hersteller ich das Papier beziehen möchte. Hierzu habe ich einen gewählt, bei dem ich mir sicher bin, dass ich auch in einem Jahr noch Nachbestellen kann, um nicht plötzlich kein Material mehr zur Verfügung zu haben. Entsprechend seiner Palette und den zuvor genannten Prioritäten entstand eine Palette aus Herbstfarben, dazu ein Kontrast in Kornblumenblau (Kornblumen wachsen um die Jahreszeit unserer Hochzeit zu Hauf an den Rändern der Felder) und dann noch eine Ergänzung mit einem hellen Cremeton und einem dunklen Braun als Basisfarben. Voilá!

Dass mein Farbkonzept weit mehr als nur 2 Farben umfasst liegt einfach an den vielen Farben, die ich durch die natürlichen Elemente haben werde. Viele Paare entscheiden sich jedoch für ein Konzept aus 2-3 Farben. Da ist es dann deutlich einfacher ein harmonisches Gesamtbild zu erhalten.

Bei der Wahl eines sehr bunten Farbkonzeptes habe ich einmal den wertvollen Tipp erhalten darauf zu achten, dass die Farben "unterschiedlich schwer" sind. Das bedeutet, dass helle und dunkle Töne gleichermaßen vorhanden sein sollen.



In meinem Fall habe ich meine Farbpalette in einem Grafikprogramm zusammengestellt und dann gemeinsam in Grauwerte umwandeln lassen. Hierbei sieht man, dass die Herbsttöne eine sehr ähnliche Intensität aufweisen. Ein Stück Heller ist das Blau, welches also auch hier nochmal den ersten Kontrast bildet. Abgerundet werden die Kontrastwerte dann durch den sehr hellen und sehr dunklen Basisfarbenton.

So kann auch mit vielen Farben ein harmonisches Bild entstehen.

Eine weitere Möglichkeit einen roten Faden zu schaffen sind "Elemente" die sich immer wieder finden. Dies kann ein Logo sein, welches aus einer schönen Schriftart entworfen wurde. Andere wählen ein Symbol wie zum Beispiel die Taube. Auch eine Blume kann bereits in den Einladungen in Form einer Grafik eingebunden werden und sich dann später wieder in der Dekoration wiederfinden.

Am schönsten ist natürlich, wenn das Symbol auch tatsächlich etwas mit einem selbst als Paar zu tun hat!

Uns persönlich verbindet zwar kein spezielles Symbol, jedoch verbindet uns beide die Liebe zu Büchern. Wir lesen viel, auch wenn es häufig und immer wieder Fachliteratur ist versuchen wir auch Zeit für Bücher zu finden, die uns ein bisschen in eine andere Welt entführen. Da ich selbst gerne mit Papier bastle passen diese Beiden Elemente recht gut zusammen.
Daher ist der momentane Plan aus Papier und den Buchseiten von Trödelmarkt-Literatur viele Dekorationselemente herzustellen. Im Kopf schwirren dabei momentan Herzen, Blumen und Schmetterlinge, jedoch natürlich noch kein genaues Endresultat.

Hier verlinke ich euch noch zu einigen Themenboards, die ich zurzeit aufbaue:
Hochzeit nach Jahreszeiten Frühling, Sommer, Herbst und Winter - Hochzeit maritim - Farbthema ganz in weiss - Hochzeit rustikal - Hochzeit als Gartenparty - Vintage der neue Trend

Wie immer an dieser Stelle hoffe ich nun sehr zu erfahren, welche Farben ihr gewählt habt, welches Symbol sich durch eure Hochzeit gezogen hat, oder ob ihr sogar eine "echte" Themenhochzeit gewagt habt. Wie habt ihr eure Ideen umgesetzt - was ist besonders gelungen, welche Tipps habt ihr!

Bis bald,
Miss T

Samstag, 21. Januar 2012

Wo ich feiern mag...

Meine Hochzeit soll ein schönes, romantisches Fest werden ... idealerweise wird die Location diese Stimmung unterstützen. Mal sehen, ob sich das realisieren lässt.

Viel hängt natürlich von der Deko ab - davon möchte ich möglichst viel selbst machen... klar!

Was aber sollte die Location schon mitbringen - was stelle ich mir vor?

Eine Selbstversorger-Location lässt mir viel Freiheit zu entscheiden, was ich catern lassen möchte und wo ich selbst Hand anlege oder meine Lieben mich unterstützen können. Außerdem lässt sich durch den Bezug der Getränke auf Kommission dann ein sonst nahezu nicht kalkulierbarer Kostenfaktor deutlich senken, ohne dass faule Kompromisse geschlossen werden müssen.

Der größte Raum sollte nach Möglichkeit alle Gäste fassen, auch wenn eine Gartenparty geplant würde. Falls das Wetter nicht mitspielt oder wenn es abends kühl wird soll allen Platz geboten sein.

Weitere Räume sollen Rückzug für Stillende bieten, auch für den einen oder anderen Kinderschlaf soll es eine gute und sichere Möglichkeit geben, denn die Eltern sollen ohne schlechtes Gewissen die Feier genießen können.

Eine Küche mit Kaffeemaschiene(n), Geschirrspüler und Geschirr macht unabhängiger in der Verhandlung mit einem Caterer.

Falls ein Matratzenlager oder sogar Zimmer mit Betten vorhanden sind ist dies ein zusätzlicher Pluspunkt, wenn viele Gäste von weit her anreisen müssen. Familien, die sich kein Hotel leisten können wird somit eine günstige Möglichkeit geboten länger zu bleiben und dennoch eine halbwegs kompfortable Unterkunft zu haben, v.a. zu Jahreszeiten in denen ein Zelten unmöglich ist.

In erreichbarer Umgebung befinden sich idealerweise Gästeunterkünfte oder Hotels die ohne längere Fahrt bezogen werden können. Das bietet eine gute Alternative für alle die eine gehobenere Unterkunft schätzen.

Sollten wir doch auf einen festen Anbieter mit Hotel zurückgreifen werden natürlich wieder andere Dinge wichtiger: Gibt es Getränke auch auf Flatrate? Wenn ja, was ist darin enthalten und wie viel wird hierbei pro Person berrechnet? Kann eigener Wein ggf. gegen ein Korkgeld mitgebracht werden? Können gewisse Anteile eines Buffets mitgebracht werden? Wie wird mit eigener Deko verfahren?
Ein klarer Vorteil ist es, wenn allen Unterkunft geboten werden kann. Auch ein gemeinsames Frühstück zum Abschluss ist möglich - eine wunderschöne Idee! Zu bedenken gilt es, ob jeder der Gäste sich dies leisten kann.

Da gibt es noch einiges zu grübeln ... das werden wir auch - denn die Zeit drängt und es bleibt spannend!

Bis bald, Miss T

Montag, 9. Januar 2012

4 Wochen - Teil 7 (Alternativen)

Je nachdem, wer man ist und auf was man Wert legt, sind die vorangegangenen Artikel widerspiegelnd für die eigene Situation oder nicht.

Neben unzählichen Ideen alternativer Hochzeiten, die dennoch viel oder noch mehr finanziellen Einsatz benötigen gibt es auch preiswertes Heiraten.
Beim Lesen von Blogs, Foren und Magazinen fand ich vorrangig drei eher kostengünstigen Alternativen zu einer derzeit Hochzeit, wie sie in der deutsch-christlich geprägten Tradition üblich ist (andere Kulturen und Länder haben hierbei ja doch auch ganz andere Abläufe und Gegebenheiten).


Alternative 1 - Auf und davon:
Die Flitterwochen sind gleich inclusive, wenn man weit weg und nur zu zweit heiratet. Die Erfahrung kann wunderschön sein. Sicherlich wird sie das auch für diejenigen, die sich für diesen Weg entscheiden.
Vielleicht finden wir ja über die nächsten Wochen und Monate jemanden um die eigenen Erfahrungen hierüber zu teilen - ich würde mich freuen!

Alternative 2 - Standesamtliche Trauung im engsten Kreis
Wie gross der engste Kreis eines Paares ist, scheint höchst unterschiedlich. Nur die Trauzeugen, die Eltern des Paares oder die engste Familie - auch hier sind die Spielarten höchst unterschiedlich. Schicke jedoch einfache Kleidung und ein gemeinsames Essen kosten für um die 10 Personen einfach deutlich weniger.

Alternative 3 - der grosse Familien- und Freundeskreis
Ob nur Standesamt oder auch Kirche - ein grosser Freundeskreis mit vielen offensichtlichen und verborgenen Talenten kann doch sehr hilfreich sein, wenn es darum geht den Tag der Hochzeit zu gestalten. Organisatoren, Frisöre, Fotografen, Pfarrer, und vieles mehr, vor allem jedoch all die Hausfrauen, die ein wunderbares Buffett erstellen können und Musiker oder DJs die eine programmliche Gestaltung übernehmen verhelfen dem Fest zu einer wunderbaren Atmosphäre.
Vielleicht kennt man dann noch einen Konditor und eine Schneiderin, jemand verleiht Papi's Oldtimer und vieles mehr.
Feste und Feiern bei einem Familien- und Freundeskreis mit 150, 250 oder noch mehr Leuten bringt ganz natürlicherweise auch viele Helfer, die man - so denn man das möchte - fragen kann ihre Talente einzubringen.


Persönlich kommen für mich die ersten 2 Alternativen nicht in Frage. Nicht nur der Traum in Weiss, sondern auch der geistliche Segen gehört für mich einfach zu dieser Liebe die ich besiegeln will dazu. Dabei möchte ich gleichzeitig dieses bewusste Siegel auch feiern mit denen, die mir am Herzen liegen.

In der heutigen Zeit ist es jedoch immer häufiger so, dass es durch die berufliche Flexibilität nötig war Abschied von der alten Heimat zu nehmen, in der man selbst nebst vielen Freunden aufgewachsen ist. Ein grosses Netzwerk steht also nicht immer zur Verfügung.

Parallel gehören wir - Miss T und Mr T - zu den Menschen, die noch immer dabei sind sich die finanzielle Basis ihres Lebens zu erschaffen. In den 7 Jahren unserer Beziehung floss viel Geld in Weiterbildung und ähnliches. Als Menschen die sich ein wenig Sicherheit wünschen fließt auch ein nicht unbeträchtlicher Betrag in Versicherung und Vorsorge. Anschaffungen werden lange geplant und durchdacht, bevor sie getätigt werden, während Altersgenossen auch gern mal auf Pump finanzieren. Das ist nun der ganz persönliche Teil, den jeder wieder selbst beantworten muss.

Wir gehören nicht zu denen, die 13000 Euro flüssig parat haben. Auch bin ich nicht bereit dieses Betrag zu investieren, wenn ich daran denke, dass wir 7 Jahre auf jedglichen Urlaub verzichtet haben (natürlich hätte man einen Nebenjob annehmen können, um sich diesen zu verdienen, klar!)

Für uns muss es also einen anderen Weg geben. Aus Gründen der Diskretion werde ich vorrangig nicht immer gleich mit blanken Zahlen aufwarten. Außerdem glaube ich sowieso, dass die genauen Kosten erst am Ende sichtbar sein werden. Das Budget beläuft sich aber allenfalls oder eher auf weniger als die Hälfte der Kosten einer durchschnittlichen in Deutschland geschlossenen Ehe.

Ihr habt oder hattet deutlich weniger? Ich weiss auch noch nicht, wieviel wir genau haben werden. Wir fangen ja gerade erst an. Aber gerne höre ich mir eure Geschichten an!

Mit welchem Miniatur-Budget habt ihr eure Liebe besiegelt? War es ein Verzichts-Spiel oder war es genau, was ihr euch vorgestellt habt? Hinterlasst mir einen Kommentar mit eurer eMail-Adresse ... vielleicht interessiert mich ja etwas genauer ... und andere möglicherweise auch!

In einem Forum las ich in den vergangenen 4 Wochen ein Posting welches nach Möglichkeiten einer Hochzeit für 2000 Euro suchte - die Antworten waren niederschmetternd! Aber kann es sein, dass Liebe so teuer ist? Ich glaube nicht daran! Und das will ich beweisen - ich hoffe auf eure und DEINE Unterstützung! Information ist mehr Geld wert als irgendetwas anders! Lasst sie uns zusammentragen!

Die Reise beginnt....

4 Wochen - Teil 6 (alles andere)

Wieviel man letztlich für welchen Posten ausgibt ist sehr variabel. Letzlich macht auch die Gesamtheit der Kosten den Kohl fett, nicht der eine oder andere Miniposten, so wichtig er auch sei.

13.000 Euro gibt ein Paar in Deutschland durchschnittlich für seine Hochzeit aus. Verwundert bin ich darüber nicht. Ein wenig geschockt schon...

Welche Posten tragen also dann noch dazu bei, dass wir auf diese Summe kommen?

- Standesamt Gebühren und Papiere
- Kirche mit Miete, Spenden und Unkostenbeiträgen
- Papeterie mit Einladungen, Menükarten, Platzkarten, Programmheft, Dankeskarten, etc.
- Kleidung des Bräutigams
- Kleidung der Brautjungfrauen, die man auch hier immer häufiger hat
- Vehicel egal ob Oldtimer, Kutsche oder Limousine
- Dekoration von Kirche, Auto und der Location an dem man Feiert
- Gastgeschenke
- Kleinigkeiten wie Fähnchen für die Autos
- Unterbringung von Brautpaar und ggf. Gästen
- Musik auf der Feier, Band, DJ oder Alleinunterhalter
- ggf. Miete der Location, falls man sich für ein Catering entscheidet
- Kinder? Nun - entspannte Kinder = entspannte Eltern ... lasse man sich etwas einfallen.
- Honeymoon (irgendwo muss man sich ja erholen)
- Sonstiges

Bei all diesen Posten den Überblick zu behalten fällt nicht immer leicht. Dabei kann seit einiger Zeit immer häufiger die Unterstützung durch einen proffessionellen Weddingplanner sehr hilfreich sein! Diese Eventmanager nehmen einem nicht nur viel Arbeit ab, sondern sie realisieren häufig auch lang gehegte Träume und verfügen über excellente Kontakte mit Einsparpotential. So machen sie sich häufig selbst bezahlt.

Kosten für einen Weddingplanner? Unterschiedlich. Honorarbasis oder prozentual vom Umsatz, d.h. den Gesamtkosten sind die Möglichkeiten aus welchen man wählt. Dabei muss man dann 10% etwa rechnen, welche - lt. der Riege der Weddingplanner - jedoch durch günstigere Konditionen eingespart werden können. Ein kleiner Haken? Manche weisen bereits auf ihrer Homepage darauf hin, dass ein Mindestumsatz von 1000 Euro hierbei beim Planer hängenbleiben muss, d.h. in diesen Fällen lohnt sich der Einsatz erst ab geplanten 10.000 Euro für die Hochzeit.

Manche Weddingplanner bieten jedoch auch telefonische Beratung für günstigere Margen. Die Organisation obliegt einem dann weiter selbst, aber man kommt auch nicht in den Genuss der günstigeren Angebote von Dienstleistern.

Um diese doch gewaltigen Kosten zu tragen greifen nicht selten die Eltern des Brautpaares unterstützend mit ein. Doch wer kennt es nicht, dass dieser Kuh-Handel auch bedeutet, dass die ungeliebte Tante Erna auch mit von der Partie sein muss und die Location vielleicht weichen muss zugunsten der Vorlieben derer die danach die Rechnung bezahlen.

Andere Brautpaare hoffen sehr darauf, dass die Kosten durch grosszügige Geschenke weitgehend gedeckt sind. Aber auch die Möglichkeit eines kleinen Kredites gibt es laut den Angeboten, die man im Internet liest.

(Fortsetzung folgt)

Eine ehrliche Frage an alle Verheirateten:
In welchem Jahr habt ihr geheiratet und wieviel war die Gesamt-Summe der Kosten die beglichen werden musste? Gerne könnt ihr auch schreiben, wie die Finanzierung glücken konnte und was ihr heute daran anders machen würdet.

Teilt mit uns Unverheirateten Eure Erfahrungen!

Sonntag, 8. Januar 2012

4 Wochen - Teil 5 (Erinnerungen)

Hach, auf diesen Teil hatte ich mich besonders gefreut.

Erinnerungen sind mein Fetisch. Ich liebe Fotos. Tatsächlich, man kann sagen, es macht mir auch nur etwas aus fotografiert zu werden, wenn ich befürchten muss, dass das Foto furchtbar und unschicklich aussieht. Aber das kann man ja vermeiden.

Mir war schon immer klar, dass das Festhalten der Erinnerungen ein grosses Posten auf der End-Rechnung sein würden. Einfach weil es mir das auch wert ist.... dachte ich.

Früher schwärmte ich immer für einen Fotograf, der viele meiner Passfotos über die Jahre gemacht hatte. Er hat einfach ein Auge für Situationen und weiss Menschen toll in einen logischen Zusammenhang zu bringen.

Ich erinnere mich an ein Foto in seiner Galerie, welches einen Buben im Grundschulalter zeigt, mit einem RIESIGEN Teller Spagetti. Ein solches Foto ist einfach eine einzigartige Erinnerung. Von jenen präsentiert er zu Hauf! Leider befürchtete ich schon lange, dass eine Anfahrt mit all der Zeit und den Kosten die dann zu Buche schlagen einen Preis haben würden, welcher unrentabel wäre.

Außerdem stieß ich bei meinen Recherchen im Internet auf mindestens genauso interessante Anbieter.

Hochzeitsreportage heisst der neue Trend! Toll! Endlich keine gestellten Bilder mehr - und seien sie noch so schön - sondern wahrhafte Augenblicke festgehalten und nie mehr vergessen.

Diese Reportagen gibt es sowohl als Fotos, als auch als Videos.

Videos - diese langweiligen, zweistündigen Aufnahmen der Trauung? NEIN. Tolle Videos. Ein Zusammenschnitt der wunderschönsten Momente, unterlegt mit unglaublich gut passender Musik.

Schmacht!!!

Aber gut. Kalkulatorisch muss das ja auch machbar sein. Vielleicht möchte man ja aber auch nur ein 2-stündiges Shooting für Erinnerungsbilder und gut? Je nach Region und Angebot schwanken die Preise drastisch! Es ist nahezu unglaublich. Von einigen hundert Euro - meist dann mit ein paar Abzügen und der einzigen Möglichkeit an die Fotos zu kommen sind weitere Abzüge, bis zu mehreren Tausend Euro pro Auftrag.

Bei letzterem kommen idealerweise mindestens zwei Personen um alles festzuhalten. Mehrere Kameras und auch sonst eine hochwertige Ausrüstung sind mit an Bord, damit nichts schiefgehen kann.

Die Rechte am Bild werden teilweise an das Brautpaar abgetreten. So kann eine spätere Vervielfältigung der Bilder die man auf CD/DVD bekommt selbst durchgeführt werden. Endlose Möglichkeiten, von der Präsentation im Internet, Erstellung von Fotobüchern, Kalendern und einfach viele Abzüge zum Verschicken&Verschenken.

Wer bereits seit ein paar Tagen hier fleissig mitliest, oder beim ersten Teil angefangen hat alles zu verfolgen, weiss, was jetzt kommt: Die grosse Frage hinaus in die Welt "Wie habt ihr es gemacht, welche Art von Dienstleistung habt ihr gewählt und was habt ihr dafür bezahlt"???

Schließlich können wir nur lernen, wenn wir hören, welche Möglichkeiten man noch bedenken kann und ob es vielleicht auch eine unheimlich preiswerte Alternative gibt.

(Fortsetzung folgt)

Samstag, 7. Januar 2012

4 Wochen - Teil 4 (Essen)

Zwischen 18 und 23 war ich bei lieben Freunden auf ein paar Hochzeiten eingeladen, auch in der Verwandtschaft gab es die eine oder andere. Wenn ich mich nicht verzählt habe waren es überhaupt insgesamt mindestens 10 Hochzeiten, an die ich mich erinnere.

Die Versorgung der Gäste mit Speis und Trank war so unterschiedlich wie die Blumen, die man während eines schönen Sommer-Spaziergangs am Wegrand sieht.

Eine Hochzeit - die ich wunderschön fand - hatte die Vorspeise in Form einer Suppe auf den Tischen, so dass sich jeder nehmen konnte, während der Hauptgang auf dem Teller serviert wurde. Später in der Nacht gab es ein Käse-Buffet und ein grossartiges, mit Wunderkerzen präsentiertes Eisbuffet. Zuvor hatte es am Nachmittag noch in größerer Runde Kuchen vom Buffet gegeben. Abends waren es immer noch leicht hundert Gäste die sich tummelten. Eine wirklich tolle Hochzeit und ein prägendes Erlebnis.

Eine andere Hochzeit sparte an den Gästen, zum Beispiel war nur die Familie eingeladen. Es wurde sehr exclusiv gespeist.

Während sich ein Paar für ein sehr exclusives Buffett entschied in einer romantischen Location und mit einer mittelgrossen Schar an Gästen, setzte ein anderes Paar auf ein Catering. Manche Feier begannen mit Kaffee&Kuchen, andere setzten auf ein Mittagessen und die Feier war nach Kaffee&Kuchen beendet (es ging in die Flitterwochen).

Die Spielarten für die Menü's sind vielfältiger als man an beiden Händen abzählen kann.

Für den Preis ausschlaggebend sind diverse Faktoren:
- Ein Buffet ist günstiger, als wenn jeder Gast am Platz bedient wird
- Ein Catering ist häufig günstiger, als ein Restaurant
- Die Anzahl der Gänge hat natürlich auch Auswirkung auf den Preis
- Je exculsiver Location/Anbieter und die Zutaten, desto teurer

Ausschlaggebend - wenn man den Gedanken an die Kosten einmal beiseite schiebt sind jedoch viele andere Überlegungen, denn satt werden meist ja alle Anwesenden, aber...
- Bietet der Anbieter Alternativen für Allergiker, Diabetiker und Vegetarier?
- Hat der Anbieter einen guten Ruf in der Versorgung von grossen Gruppen? (manche Anbieter scheinen sich beim Testessen mächtig ins Zeug zu legen, dann aber bei der Feier auf "schnelle" und fertige Alternativen zu setzten)
- Passt der Menü-Stil zum sonstigen Stil der Feier?
- u.v.m.

Was war bei eurer Planung ausschlaggebend für die Wahl eures Restaurantes oder Caterers?

Eine Alternative bei einem grossen Freundeskreis ist natürlich eine Mitbring-Party. Eine liebe Freundin hat mir davon mal erzählt. So kann jeder einen Teil zur Feier beisteuern und die Kosten werden deutlich gesenkt.

Es bleiben die Kosten für Getränke. Auch hierzu gibt es viele Überlegungen:
- Welche alkoholischen Getränke werden wir anbieten?
- Soll alles Hochprozentige auf einen Absacker pro Gast beschränkt sein?
- Wein des Hauses? Erstellte Weinkarte? Eigener Wein und die Zahlung von Korkgeld?
- Heiße und kalte Getränke nach absolut freier Wahl? Auch hier eine Einschränkung?
- Gibt es die Möglichkeit Getränke auf Kommission zu nehmen?

Viele Fragen und hohe Kosten!
Nach dem, was ich recherchiert habe ist es absolut üblich je nach Gegend zwischen 50-100 Euro pro Gast für die Verpflegung zu rechnen. Manchmal sind hierbei jedoch noch nicht einmal die Kosten der Getränke gedeckt!

Auch hier wieder die Frage? Wieviel stand am Ende des Tages auf der Rechnung für Essen und Trinken der Gäste?

(Fortsetzung folgt)

Freitag, 6. Januar 2012

4 Wochen - Teil 3 (Ringe)

Mit einem wunderschönen Verlobungsring wurde ich überrascht. Gold ist er mit einem "Steinchen" in schwebender Fassung. Wie viel der gekostet hat? Das weiss ich nicht. Sollte ich?

Viel wichtiger ist die Frage, wie unsere gemeinsamen Ringe aussehen werden. Im Gegensatz zum Verlobungsring möchten wir eher ein schlichtes Modell.

Der Grund ist einfach: Wir werden die Ringe kaum bis gar nicht tragen.

Ja, richtig - ein wenig komisch sind wir schon! Aber das war uns schon lange klar. Mr T trägt einfach nicht so gerne Schmuck, und für mich ist das ok. Ich glaube nicht, dass das eine Auswirkung auf die Qualität einer Ehe hat.
Selber arbeite ich in einem Krankenhaus. Dort herrscht Ringverbot. Das ist bereits mit dem jetzigen Verlobungsring immer ein Akt. Dabei hab ich ihn schon, aber eben nicht am Finger.

An einer Kette ist für viele eine Alternative, die in Berufen arbeiten, welche das Tragen von Ringen unmöglich machen. Aber eine Kette mit einem wunderschönen Herz belegt bereits diesen Platz - auch sie ein Geschenk ... zum Jahrestag.

Also ganz schlichte Ringe. Einfach Gold. Ist ja auch ein Stück weit eine Wertanlage. Ja - ein Wertanlage! Im wahrsten Sinne des Wortes. Denn selbst beim einfachsten Design schwanken die Preise gewaltig...

Nun gut - der Goldpreis ist deutlich gestiegen in Zeiten von wirtschaftlicher Unsicherheit - aber so?

So kann man goldene Ringe zwischen 200 Euro und mehreren Tausend finden. Natürlich gibt es auch noch teuerere Materialien als Gold. Die kommen für uns zum Glück nicht in Frage.

Gehen wir in unserer sehr groben und geschätzten Berechnung mal von Mittelwerten aus...

Nach Anschaffung der Kleidung für die Hochzeit in Weiss und sämtlichen Zubehör plus Eheringe sind wir je nachdem wie günstig die Gelegenheit war zwischen 3000-5000 EURO leichter.

Mache ich Spass? Berichtet mir doch bitte kurz mal, was ihr so ausgegeben habt - gerne natürlich auch anonym! Wenn ihr Zahlen angebt, dann rechnet bitte mit ein, was es gekostet hat - nicht, was ihr bezahlt habt, denn manchmal hat man ja durchaus grosszügige Eltern und Schwiegereltern, die Teile übernehmen.

Donnerstag, 5. Januar 2012

4 Wochen - Teil 2 (Brautausstattung)

Wer hat es nicht schon einmal gehört.
Die teuersten Posten einer Hochzeit sind: Die Brautausstattung, die Ringe und das Essen.

Ich habe gemerkt, dass das nicht ganz wahr ist. Ein Posten der mir persönlich sehr am Herzen liegt ist auch unwahrscheinlich teuer - das Festhalten der wunderbaren Erinnerungen, sprich Fotos oder sogar ein kleines Video.

...und vieles mehr.

Wie eine Prinzessin wollte ich ja eigentlich nie wirklich aussehen. Aber ein schickes Kleid, dass auch meiner Figur schmeichelt sollte es schon sein. Da ich kein Fashion-Guru bin reicht das ja auch, wenn es aus der letzten Saison ist. Häufig - so habe ich gelesen - sind diese Modelle drastisch reduziert.

50-70% kann man einsparen, wenn man diesen Tipp beachtet. Grossartig!

Jedoch: Was bedeutet das? Etwa dass es ein Schnäppchen ist? Nun ja, bei den Preisen in jedem Fall. Aber so viel Wert wie ein Urlaub ist es dennoch.... Schuhe, geschweige denn "Selbstdekoration" ist dabei natürlich noch nicht enthalten.

Gott sei dank gibt es sie - Regeln wie "etwas Blaues, etwas Neues, etwas Geliehenes" soll zum Glück der Ehe beitragen. Wenn man geschickt ist und jemanden findet, der einen das extravagante Collier ausleiht, vielleicht mit passendem Ohr- und Armschmuck lassen sich hier mehrere Hundert oder sogar etwas über Tausend Euro sparen! Doch im Vergleich zu was?

Schleiher, Strumpfband, Blumen ins Haar, Brautstrauss, Frisur & Make up ... alles schlägt mit ordentlichen Beträgen zu Buche. Denn einfach nur "irgendwas" das geht nun wirklich nicht!

Das hört sich abgedroschen, resigniert und eifersüchtig auf diejenigen, die es sich leisten können an?

Kann wohl sein.

"Ich bin auch nicht mit dem goldenen Löffel im Mund aufgewachsen", magst du erwidern. Kann sein! "Schließlich habe ich mir das hart erarbeitet", ist dein Einwand. Das ist ok!

Mit der festen Überzeugung, dass es wunderbare Dienstleistungen, tolle Angebote und traumhaftes Zubehör gibt gehe ich hier ins Rennen. Gerne werde ich Links teilen zu hochwertigen Angeboten, die Ihren Preis haben! Wirklich!

Warum? Weil ich denke, dass jede Braut das Recht hat, sich ihren Traum zu erfüllen.

Also bitte hinterlasst mir hier Kommentare zu den Dienstleistern und Geschäften, die ihr euch gönnt! Ich bin gespannt! Wer hat die traumhaftesten Brautmoden? Wer macht das perfekte MakeUp in welcher Gegend? Wer hat die schönsten und indivduellsten Schmuckangebote? Oder Accessiores? Bitte teilt sie mit uns!

Jede Braut und jedes Paar haben das Recht ihren wunderbaren Tag mit all ihren persönlichen Möglichkeiten zu feiern - schließlich geht es um die Feier einer grossen Liebe!

(Fortsetzung folgt)

Dienstag, 3. Januar 2012

4 Wochen - Teil 1

Wenn man Ende 20 ist, hatte man schon viel Zeit, sich die ideale Hochzeit auszumalen. Wenn man sich dann endlich auch offiziell damit beschäftigen darf ist man dennoch geflasht. Zumindest ging es mir so.

Deshalb werde ich jetzt jeden Tag ein wenig erzählen, wie es dazu kam, dass ich unbedingt diesen Blog einrichten wollte.

Begonnen haben meine Planungen damit, dass ich mir ein blankes A5 Notizbuch genommen habe, um meine Gedanken, Ideen und kreativen Ergüsse festzuhalten. Worte, Skizzen und eingeklemmte Visitenkarten oder Memos haben Platz. So wird nichts vergessen.

Eine potentielle Gästeliste wurde erstellt.
Sie fällt nicht üppig aus, denn durch die berufliche Entwicklung der letzten Jahre hat sich mein Lebensmittelpunkt stark verändert. Durch den Wegzug aus meiner "alten Heimat" ist auch der Kontakt zu vielen aus meiner 50plus-Clique von "früher" abgebrochen oder nur noch sehr sparsam. Natürlich haben sich auch neue Freundschaften entwickelt, aber dennoch handelt es sich hierbei eher um einen kleineren, ausgewählten Kreis, als um grosse Scharen.

Ebenso bot sich in dem Planungsbuch - welches, wer hätte es gedacht, v.a. weiblich geführt und männlich gelesen wird - Platz für ein grosses MindMap in dem alles eingeschrieben wurde, was uns so in den Sinn kam.
Angeschlossen daran folgen nun Seite um Seite Oberpunkte die weitere Recherche und Planung brauchen.

Kreative Inspiration kam von Anfang an vorrangig aus dem Internet, denn der Umgang mit diesem Medium ist für uns, wie für so viele heutzutage alltäglich. Eine geniale Chance auf tolle Ideen gebracht zu werden. Ebenso eine geniale Chance auf Ideen zu kommen, die das eigene Budget deutlich übersteigen.

Aber der Reihe nach.

Kurz vor meinem Antrag war ich bereits auf Pinterest gestossen. Einer Internetseite, die in etwa wie eine riesige Linksammlung funktioniert. Statt der Linkadresse speichert man ein Bild oder ein Video auf sogenannte "Boards" und kann diese frei nach Themen sortieren.

Eine tolle Möglichkeit für visuelle Menschen wie mich!

Und eine Gefahr.

Meine Güte ... mit dem Wunsch einer Hochzeitkutsche war es nun zwar nicht dabei, aber die Wunschliste wurde länger und länger. Erfüllbarkeit natürlich gegeben: mit jeder Menge helfender Hände und dem einen oder anderen Euro.

(Fortsetzung folgt)

Pinterest ist ein Board, welches eine Einladung erfordert - gerne versende ich eine Einladung an dich, hinterlasse mir einfach einen Kommentar und gebe dabei deine eMailadresse im dafür vorgesehenen Feld an.

Montag, 2. Januar 2012

Neues Jahr - Neues Glück

Sieben Jahre habe ich gewartet und gehofft - mal mehr mal weniger. Wie das so ist in einer Beziehung, die sich doch recht gut entwickelt.

Meine Erwartungen entwickelten sich auch! YouTube hilft dabei doch recht gut:












 Natürlich gibt es mit ein wenig Suche noch viele, viele andere Videos im Internet. Dies soll "nur" eine Auswahl sein.

Anfang Dezember war es dann für mich soweit:
Ich habe einen Heiratsantrag bekommen. Ein Hochgefühl! Er war nicht pompös, überdimensioniert oder showstehlend, sondern echt - so wie wir. Romantisch war er auch - mit all den wunderbaren Kerzen um uns. Überraschend war er, denn damit hatte ich wirklich nicht gerechnet.

Und ich habe ja gesagt!!!

Nun beginnt also eine spannende Reise, auf die ich Euch mitnehmen möchte. Warum ich jetzt schon weiss, dass sie spannend wird? Nun während ich das hier schreibe habe ich bereits 4 Wochen intensiver Recherche hinter mir inclusive aller Hochs und Tiefs die sich im Laufe der Zeit sicher noch intensivieren lassen. Wenn also schon 4 Wochen spannend sind, dann wird auch der Rest spannend.

Deshalb möchte ich diese Reise teilen und habe diesen Blog erstellt. Hier und da wird die Farbe noch etwas blätterig aussehen und manchmal liegt auch noch etwas Staub herum. Aber so ist das Leben. BUNT.

Out-Take: Es gibt manchmal auch Reaktionen, die plant man nicht mit ein, wenn man einen Antrag macht:




So heisse ich jeden herzlich willkommen und wünsche allen Gästen die hier vorbeischauen viel Spass.

Herzliche Grüsse, und ein gesundes Neues Jahr 2012 ....
Miss T