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Freitag, 20. Januar 2012

Location - eine schwere Geburt

Vielleicht mag es anderen angehenden Bräuten ja anders gehen, als mir ... aber definitiv: Die Suche nach einer passenden Location stellt sich für mich als wahre Herausforderung heraus!

Eine schwere Woche liegt hinter mir - das darf ich ganz ehrlich sagen.

Ich musste leidlich herausfinden, dass Locations dieses Jahr irgendwie besonders begehrt sind. Dabei ist völlig egal ob es sich um teure oder günstige ihrer Art handelt. Es ist der pure Wahnsinn.

Langsam steht fest, dass wir doch gerne im Herbst unsere Ehe beginnen wollen - doch wo wir das gebührend feiern wollen steht noch völlig in den Sternen.

Inspiriert durch all die Dekoideen die ich schon auf Pinterest gesammelt habe, weiss ich ziemlich sicher: ich möchte eine DIY-Braut werden und meine Deko auch eigenständig gestalten. Natürlich kann man das auch, wenn man in einem Restaurant feiert ... aber mal ganz ehrlich: die möchten den Raum unter Umständen am Abend vorher auch noch nutzen und wenn es sehr ungünstig läuft kann man dann den Aufbau höchstens noch deligieren. Das widerum kostet meistens.
Ein weiterer Punkt sind die Dekorationen die man in die Außenanlagen bringen könnte - man ist einfach eingeschränkt habe ich das Gefühl. Vielleicht überzeugt mich ja doch noch ein Anbieter mit resonablem Angebot und viel kreativer Freiheit ... wir werden sehen.

Noch ist also keine Location fest und die Zeit läuft.


 



Was habe ich in der vergangenen Woche gelernt... einiges ist es, was ich hier teilen möchte, auch wenn ich noch nicht der Weisheit letzten Schluss gefunden habe und gerne Eure Ergänzungen entgegennehme.

Eine der wichtigsten Entscheidungen über den Verlauf der Hochzeit ist der, ob man vieles an einen Dienstleister in Form eines Hotels, Gaststätte oder einer ähnlich geführten Location übergibt, oder ob man vieles selbst übernehmen möchte.

Desweiteren hat diese Entscheidung einen weitreichenden Einfluss auf den finanziellen Input den man einbringen muss. Hier lässt sich auch bei ansässigen Betrieben hier und da noch handeln, doch man muss sich dessen bewusst sein - darauf gehe ich sicherlich bei Gelegenheit nochmal ein...

Heute widme ich mich den Möglichkeiten, die ich bisher gefunden habe mietbare Locations ohne festgeschriebenes Catering in Erfahrung zu bringen.


Von Privat

Vielleicht gibt es im direkten Umfeld einen Freund, Kollegen, Vermieter, einen Bauern, einen Großgrundbesitzer oder einen Ferienhausbesitzer, der eine Häuslichkeit, Räume oder einen tollen Garten hat, in welchem man ggf. mit einem professionellen Zelt mit Holzboden feiern kann.
Ich erinnere mich an einen Kirschgarten meiner Kindheit... zur Kirschblüte wäre dies sicherlich ein Paradies für eine Hochzeit und für Wettereskapaten hätte ein dazugehöriges einfaches Gebäude den nötigen Schutz geboten.... viel Phantasie ist gefragt.


Gewerbliche Vermietung

Auf Hochzeitsmessen, in Branchenbüchern und im Internet findet man - mal einfacher, mal mit sehr viel Aufwand diverse Eventlocations. Eine weitere grossartige Möglichkeit diese in der eigenen Umgebung zu finden sind Hochzeitsforen mit lokalen Unterforen, dort kann man eine Suche einsetzen mit den gewünschten Spezifikationen. Je konkreter man wird, desto eher können andere Forenteilnehmer darauf eingehen. Überhaupt ist ein solches Forum ein wunderbarer Weg sich mit anderen über das Thema heiraten auszutauschen - gern auch, wenn es dem persönlichen Umfeld einmal zu viel wird (ich komme ab vom Thema)....


Vereine...

Ein riesiges Feld an Vereinen gibt es in Deutschland. So viele von Ihnen betreiben Vereinsheime, die häufig nur einmal in der Woche und zu Vereinsveranstaltungen genutzt werden. Kontakt zu jenen bekommt man häufig über Branchenbücher oder die örtlichen Behörden, vor allem in kleinen Gemeinden. Sie können vielleicht nicht immer einen Kontakt herstellen, aber schonmal wichtige Schlagworte liefern.
Wem der Verein am Fussballfeld nicht zusagt, für den ist es vielleicht der kleine Schützenverein, ein Verein mit einer kleinen Hütte am Waldrand oder ein Naturfreundehaus (welches übrigends häufig auch ein Matratzenlager oder sogar Zimmer mit Betten hat). Auch christliche Vereine haben oft ein Haus oder Räumlichkeiten.
Natürlich wird nicht jeder Verein seine Räume ohne weiteres vermieten, manche Vereine lassen ihre Räumlichkeiten auch sehr herunterkommen und sind daher nicht besonders einladend. All das muss immer einer individuellen Prüfung unterzogen werden.

Gooogle-Maps...

Als sehr große Hilfe bei der Suche fand ich Google-Maps. Dort kann man vieles finden, was vielleicht keine Website besitzt und kommt auf ganz neue Ideen. Hierfür ist es wichtig "in der Nähe von" zu suchen. Schlagwort kann alles sein, was einem eben so einfällt ... eine Almhütte, Hütte, Partykeller, Eventlocation, Laube, Ferienhof, Gewächshaus, Jugendherberge ... - genauso wird dann eben zb. eingegeben: Hütte in der Nähe von Frankfurt am Main - und tatsächlich gab es einen Treffer. Beim hinein- und herauszoomen werden die Treffer neu berrechnet - ein oft lohnender Versuch!


....und weil ich noch keine Location habe teile ich mit euch im nächsten Artikel, was mir wichtig ist an meiner Hochzeitslocation. (Fortsetzung folgt)

Liebe Grüsse von Eurer Miss T

Montag, 9. Januar 2012

4 Wochen - Teil 6 (alles andere)

Wieviel man letztlich für welchen Posten ausgibt ist sehr variabel. Letzlich macht auch die Gesamtheit der Kosten den Kohl fett, nicht der eine oder andere Miniposten, so wichtig er auch sei.

13.000 Euro gibt ein Paar in Deutschland durchschnittlich für seine Hochzeit aus. Verwundert bin ich darüber nicht. Ein wenig geschockt schon...

Welche Posten tragen also dann noch dazu bei, dass wir auf diese Summe kommen?

- Standesamt Gebühren und Papiere
- Kirche mit Miete, Spenden und Unkostenbeiträgen
- Papeterie mit Einladungen, Menükarten, Platzkarten, Programmheft, Dankeskarten, etc.
- Kleidung des Bräutigams
- Kleidung der Brautjungfrauen, die man auch hier immer häufiger hat
- Vehicel egal ob Oldtimer, Kutsche oder Limousine
- Dekoration von Kirche, Auto und der Location an dem man Feiert
- Gastgeschenke
- Kleinigkeiten wie Fähnchen für die Autos
- Unterbringung von Brautpaar und ggf. Gästen
- Musik auf der Feier, Band, DJ oder Alleinunterhalter
- ggf. Miete der Location, falls man sich für ein Catering entscheidet
- Kinder? Nun - entspannte Kinder = entspannte Eltern ... lasse man sich etwas einfallen.
- Honeymoon (irgendwo muss man sich ja erholen)
- Sonstiges

Bei all diesen Posten den Überblick zu behalten fällt nicht immer leicht. Dabei kann seit einiger Zeit immer häufiger die Unterstützung durch einen proffessionellen Weddingplanner sehr hilfreich sein! Diese Eventmanager nehmen einem nicht nur viel Arbeit ab, sondern sie realisieren häufig auch lang gehegte Träume und verfügen über excellente Kontakte mit Einsparpotential. So machen sie sich häufig selbst bezahlt.

Kosten für einen Weddingplanner? Unterschiedlich. Honorarbasis oder prozentual vom Umsatz, d.h. den Gesamtkosten sind die Möglichkeiten aus welchen man wählt. Dabei muss man dann 10% etwa rechnen, welche - lt. der Riege der Weddingplanner - jedoch durch günstigere Konditionen eingespart werden können. Ein kleiner Haken? Manche weisen bereits auf ihrer Homepage darauf hin, dass ein Mindestumsatz von 1000 Euro hierbei beim Planer hängenbleiben muss, d.h. in diesen Fällen lohnt sich der Einsatz erst ab geplanten 10.000 Euro für die Hochzeit.

Manche Weddingplanner bieten jedoch auch telefonische Beratung für günstigere Margen. Die Organisation obliegt einem dann weiter selbst, aber man kommt auch nicht in den Genuss der günstigeren Angebote von Dienstleistern.

Um diese doch gewaltigen Kosten zu tragen greifen nicht selten die Eltern des Brautpaares unterstützend mit ein. Doch wer kennt es nicht, dass dieser Kuh-Handel auch bedeutet, dass die ungeliebte Tante Erna auch mit von der Partie sein muss und die Location vielleicht weichen muss zugunsten der Vorlieben derer die danach die Rechnung bezahlen.

Andere Brautpaare hoffen sehr darauf, dass die Kosten durch grosszügige Geschenke weitgehend gedeckt sind. Aber auch die Möglichkeit eines kleinen Kredites gibt es laut den Angeboten, die man im Internet liest.

(Fortsetzung folgt)

Eine ehrliche Frage an alle Verheirateten:
In welchem Jahr habt ihr geheiratet und wieviel war die Gesamt-Summe der Kosten die beglichen werden musste? Gerne könnt ihr auch schreiben, wie die Finanzierung glücken konnte und was ihr heute daran anders machen würdet.

Teilt mit uns Unverheirateten Eure Erfahrungen!