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Sonntag, 29. April 2012

Location gefunden!

Eine Location für die Feier zu finden war nicht ganz einfach. Da müssen erstmal viele Fragen geklärt werden. Restaurant mit Bewirtung? Location ohne Bewirtung, dafür Catering? Oder eine große Mitbringparty.

Je nach Art der Hochzeitsfeier wird man da zu ganz verschiedenen, persönlich passenden Antworten kommen müssen. Eines ist jedoch von vorne herein klar: Egal zu welcher Jahreszeit geheiratet wird - eine Schlecht-Wetter-Alternative sollte immer parat sein.

Tolle Ideen für tolle Locations gibt es jede Menge:



Nachdem wir uns also viele Gedanken gemacht hatten waren uns bereits viele Eckdaten klar - eine gute Basis für die weitere Recherche in unserer Umgebung.

- max. Fahrtzeit zwischen Kirche und Feier-Location 30 Minuten
- Parkmöglichkeiten
- in der Umgebung von max. 15 Minuten verschiedene Alternativen für Unterkünfte mit Übernachtung
- Kostengünstig
- Freiraum für eigene Dekoration (nach Möglichkeit am Vortag)
- sowohl Innen- als auch Außenbereich
- Toiletten integriert (mobile Toiletten würden extra kosten)
- Essen komplett oder zumindest in Anteilen mitbringbar
- Platz für die Kinder, idealerweise ein extra Raum
- freundlicher Inhaber

Sehr schnell fielen alle Restaurants die wir auf unserer "Liste" hatten raus, weil allerhöchstens mitgebrachte Kuchen akzeptiert wurden. Das verstehe ich selbstverständlich! Vor allem die Getränkekosten machten mir große Sorgen.

Eine tolle Location die 150.- EUR für den ersten Tag, 130.- EUR für den zweiten Tag incl. Kaffeemaschienen, Backofen, Industriespülmaschiene und Geschirr/Besteck für 60 Personen beinhaltete und zudem noch über Schlafgelegenheiten in einem Matratzenlager verfügte wurde über Connections gefunden. Leider war es bereits zum Anfang des Jahres bis weit in den Herbst hinein völlig ausgebucht.

Die entdeckte romantische Mühle hätte sich wirklich erst gelohnt, wenn wir allermindestens 80 erwachsene Gäste erwartet hätten. Bei über 800 EUR Miete für 5 Stunden zzgl. Kosten für Geschirr, Tischwäsche, ebenso wie zusätzliche Kosten für Außenbestuhlung und Stehtische .... so nett der Vermieter sich Zeit nahm mir alles zu zeigen so klar wurde schnell, dass dieses Schmuckstück für unseren Plan sowohl zu teuer als auch zu groß ist.

Da alle guten Dinge 3 sind sollte es aber nicht mehr lange dauern.
Zuvor war ich bereits über die Location gestolpert, hatte sie jedoch nicht wirklich ernst genommen. Nach einem netten Mailkontakt mit einem der in Frage kommenden Caterer hatte ich just diese Location wieder auf meinem Plan stehen.

Bereits beim ersten Telefonat hörte sich die Vermieterin äußerst nett an. Zwar hatte das Plätzchen eigentlich keinen seperaten Raum für die Kinder (das wäre ideal um sie abends für ein Nickerchen hinlegen zu können), jedoch versicherte mir die nette Vermieterin, dass eine Lösung gefunden werden würde. Das muss bei Gelegenheit dann noch besprochen werden, jedoch bin ich mir seit dem persönlichen Kennenlernen sicher, dass wir für jedes Problem eine Lösung finden werden.
Die Details: 390 EUR netto Wochenendmiete zzgl. Energiekosten, Nutzung eines umgebauten und modernisierten Stallraumes mit Säulen und Bögen, Nutzung des Hofes, Geschirrnutzung mit Vergünstigung bei sauberer Rückgabe, Tischwäsche mit Kosten wie sie für die Reinigung anfallen, Kühlraum für Getränke.

Gebucht ist - weitere Details werden demnächst dann besprochen ... aber wie gesagt - für jedes anfallende Problem wird eine Lösung gefunden werden.

Warum ich das schreibe ohne konkret zu sagen was ich mir angeschaut habe?
Ganz einfach ... möchte Mut machen den eigenen Weg zu suchen - sich überraschen zu lassen und dennoch gut vorbereitet in die Planung und in die Überlegungen hineinzugehen.

Also ... wo feiert ihr? Welche Location ist es bei euch geworden - und was waren die ausschlaggebenden Faktoren die euch bewegt haben?

Liebe Grüsse,
Miss T

Sonntag, 22. Januar 2012

Was wirklich wichtig ist...

Eine Frage, die sich jedes Brautpaar stellen sollte - nicht nur diejenigen die auf ihr Budget achten wollen - wenn es in die Vorbereitungsphase geht ist, welche Ziele sie mit der Feier verfolgen, was die Grundessenz des Tages sein soll und woran man sich im Nachhinein erinnern soll.

Wenn man mit einem begrenzten Budget arbeitet sind es häufig diese Ziele, die einen ganz von selber wieder wegholen von übertriebenen Wünschen, die die Ausgaben in die Höhe treiben würden. Sollte man Geld wie Heu besitzen und sich darüber keine Gedanken machen müssen ist es dennoch eine gute Übung um von der eigenen Hochzeit und den manchmal sehr schnell auftauchenden (unerwünschten) Mitplanern nicht überrollt zu werden und am Ende enttäuscht zu sein.

Die Idee "mit dem Ende anzufangen" stammt von Sara, die ihre Hochzeit mit einem Budget von 2000 $ plante und durchführte.

Ihr Tipp stammt aus Ihrer beruflichen Erfahrung als Coach für Lehrer - auf ihrem Blog beschreibt sie genau, was sie dabei lehrt. Für uns Heiratsplanende bedeutet dies uns einige Fragen im vorhinein zu stellen:

1. Was möchtest du im Nachhinein über deine Hochzeit sagen, wenn sie vorüber ist. An was möchtest du dich besonders erinnern und welche Gefühle bewegen dich dabei?

2. Was sollen deine Gäste über deine Hochzeit denken und fühlen, wenn sie vorüber ist - woran sollen sie sich erinnern?

3. Welche kleinen Details sind dir wichtig, um diese Gefühle Realität werden zu lassen? Wodurch soll dein Plan unterstützt werden?

Auch wenn sich Mr. T für viele vororganisatorischen Bereiche herausgenommen hat außen vor zu bleiben - auch wenn ich es nicht lassen kann ihn von den meisten Dingen doch zu informieren, weil es halt so schön ist - war es mir wichtig, dass unsere Zielsetzung gemeinsam erfolgt.

In der Knäppe der Zeit habe ich mir also eine halbe Stunde Brainstorming erbeten. Sein Teil wurde ein grober MindMap (ich hab geschrieben, er geredet), mein Teil wurde eine ABC-Liste ...




Aus der Summe unserer voneinander unabhängiger, aber sich doch häufig kreuzender Gedanken wurde eine Prioritätenliste.

1. Wir möchten, dass sich die Gäste untereinander besser kennenlernen konnten und Bekannte etwas wertvolle Zeit miteinander verbracht haben.

2. Den Entschluss uns ein gemeinsames Leben zu versprechen möchten wir besiegelt haben und in der gesamten Runde freudig feiern können = Verzicht auf Entführungen, Verwüstungen, Profilierereien, Blamagen etc.

3. Gesammelte Erinnerungen haben einen wertgeschätzten Platz & Rahmen bekommen, neue Erinnerungen wurden liebe- und respektvoll geschaffen.

4. Unser Budget haben wir einhalten können, dank der Mitorganisation vertrauenswürdiger Helfer eine einzigartige, duplikatsfreie, humor- und freudvolle, romantische, kreative und leckere Hochzeit mit liebevollen Details und wertvoller Zeit mit Familie&Freunden bekommen. Deren Beteiligung war wichtiger Bestandteil der Feier. Wichtige Entscheidungen lagen jederzeit bei uns.

5. Kinder hatten einen besonderen Stellenwert erhalten, in der gegebenen Atmosphäre hatten sie Platz in jeder notwendigen Hinsicht und es ging ihnen gut - wenn es den Kindern gut geht, so geht es meist auch ihren Eltern gut.

6. Trotz des beschränkten Budgets konnten wir unsere Wünsche & Träume an den uns wichtigsten Stellen verwirklichen und hatten nicht das Gefühl "Verzicht" üben zu müssen, selbst wenn wir abgewägt haben.

7. Am Tag der Hochzeit konnten wir selbst einfach nur Gast sein, weil alles gut organisiert war und es für alle Abschnitte einen zuständigen Ansprechpartner gab.

8. Alle entstandenen Erinnerungen / Bilder stehen zu unserer freien Verfügung. (digital, hochaufgelöst, Erhalt des privaten Copyrightes)

9. Der Spass an der ganzen Sache kam auch in der Vorbereitung nicht zu kurz.

10. Das Fest hat uns als Personen und als Paar widergespiegelt.

Diese Ziele hatte ich aus den oben gezeigten Gedanken erstellt und Mr. T zur Kontrolle vorgelegt. Für mich ist es auch ein wertvolles Werkzeug zu Zeiten der Planung wo er nicht zugegen sein kann und ich vielleicht Entscheidungen treffen muss, die auch in seinem Sinn sind.

Auch wenn es schmalzig und geschwollen klingen mag - das Ausformulieren dieser Ziele und die Tatsache dass man sie dann auch vorliegen hat, hilft in jedem Schritt der Planung ungemein.

Ein Dank also an Sara für die Inspiration hierzu!

Bis bald,
Miss T.

Mittwoch, 11. Januar 2012

Wünsche - Realität - Kreativität

Gefangen in der Welt der Wünsche, gestrandet in der Realität...

So fühlen sich vielleicht doch manche Bräute, die mit den Kosten konfrontiert werden. Ein Outfit für ein doppeltes Monatsgehalt und vieles mehr lässt einen doch recht zweifeln.

Listen mit Tipps wie diese Kosten reduziert werden können sind so hilfreich, wie sie phantsiereich sind. Natürlich habe ich mit weniger Gästen auch weniger Kosten, jedoch auch weniger geschenkte, finanzielle Unterstützung.

Kreativität ist gefragt. In zweierlei Hinsicht.

Mancher ist kreativ und schafft es viele Kostenpunkte zu reduzieren indem statt in Anspruchnahme von Dienstleistungen Papeterie, Dekoration, Blumenschmuck, Gastgeschenke und anderes selbst gemacht werden. Das kostet Zeit und demensprechende Planung, kann die Kosten jedoch gut reduzieren.

Kreativität ist jedoch auch im Sinne von kreativer Problemlösung gefragt. So etwas sieht höchst unterschiedlich aus.

Zwei Artikel haben mir hierbei die Augen ein grosses Stück geöffnet und einen Prozess ausgelöst in dem ich bereits vieles angefangen habe neu zu bewerten. Die Gedanken dieser Artikel werden auch weiter in meinen Inspirations- und Planungsprozess einfließen, wenn auch das Endresultat vielleicht anders aussieht.

Wedding under $4000 - ist der Bericht einer Braut aus dem US-Staat New York, die einen "der" Tipps missachtet, um zu sparen - nämlich die Zahl der Gäste zu reduzieren. Sie feierte mit sage-und-schreibe 245 Gästen (incl. Kinder) und hatte ganz eigene Spar-Tipps.
Zusammenfassend nennt sie 7 Bereiche, die unter (Kosten-)Kontrolle gehalten werden müssen: der Veranstaltungsort, die Verpflegung, die Deko, die Garderobe, Gastgeschenke, alles Selbstgemachte und alle Anbieter von Dienstleistungen.

2000 Dollar Budget Wedding - ist der Blog eines Paares, welches die Kosten noch deutlicher gesenkt hat. Dieser Blog war auch die Inspiration dafür eine Entscheidung zu treffen meinen eigenen Weg zu gehen und diesen zu teilen. In der Zusammenfassung teilt Sara Cotner ihre ganz eigene Idee die Hochzeit wie eine Art Projekt zu betrachten, wie sie es in ihrem Alltag als Lehrerin ständig tut. Ihre Erfahrung war dabei, dass Unterrichtsstunden die sie plante immer zu Beginn die Frage nach den Zielen stellten. Erst darauf wurden nach und nach die Inhalte der Unterrichtsstunde aufgebaut.

Dieses rückwärts aufrollen der eigenen Hochzeit ist wirklich eine spannende Sache und soll auch unsere Hochzeit prägen. Dabei erfährt man viel über die persönlichen Schwerpunkte und welche Posten dann auch finanziell anders bewertet werden.

Inzwischen denke ich also nicht mehr: "Wie furchtbar - ich habe nur die Hälfte des durchschnittlichen Budgets zur Verfügung" sondern "Grossartig! Ich habe doppelt oder dreimal so viel zur Verfügung wie andere Paare, die sich ihre Traumhochzeit verwirklicht haben. Da lässt sich doch was draus machen!".

Bisher habe ich noch keine ausführlichen Beispiele für günstige Hochzeiten aus dem deutschsprachigen Raum gefunden. Jedoch möchte ich euch ermutigen informative Artikel in den Kommentaren zu verlinken!

Wer englische Artikel genauso hilfreich findet, aber manchmal mit dem Wortschatz stockt, dem empfehle ich mein Lieblings-Online-Dictionary. Es hilft mir regelmäßig dabei die richtigen Suchworte zu finden und macht meine Suche deutlich effektiver, ebenso das Verständnis des Gefundenen!

Bis bald also, Miss T